Der WG-Umzug 2007

Alle hatten wir diesen Termin kommen sehen, im Oktober 2007 war es dann soweit: Die Chaoze-WG zog aus der Teichstraße 6 in Stuttgart aus, und der kleine versprengte Haufen Übriggebliebener (Sash, Ralf und Sophie) zog nach Berlin. Hier sind ein paar kommentierte Eindrücke von der ganzen Chose. Wenn man einen Umzug von diesen Ausmaßen plant, dann muss jedes Detail stimmen, da sind sich die Experten einig. Bei uns hat das nicht geklappt. So funktioniert es dennoch...

Zunächst einmal muss man versuchen, den ganzen Müll aus der Wohnung zu schaffen. Als erstes das Pfand:

Man muss eine halbwegs sinnig eingerichtete Wohnung...

mittels harter Arbeit...

in eine halbwegs leere Bude verwandeln:

Dabei stösst man dann auf fast schon vergessene Relikte wie den niemals vollendeten Unterbau der Arbeitsplatte...

die wahre Farbe des kaputten Küchenbodens...

den Beweis, dass die Fliesen erst gefugt wurden, nachdem der Küchenschrank eingebaut war...

Tütensuppen hinter diesem Schrank, die seit 2 Jahren nicht mehr offiziell haltbar sind...

oder den Beweis, dass man seine Socken besser gleichmäßig tragen sollte:

Was man an Zeug nicht behalten will, das sollte man am Besten verschenken, so kann man noch jemanden Freude bereiten. Oder man versteigert es. Wie dem auch sei: Hauptsache weg damit!

Man muss Dinge einreissen, die ganze Generationen geprägt haben.

Dann wird einfach alles eingepackt und irgendwo hingestellt, wo man es noch mindestens dreimal umräumen muss.

Nur überlebensnotwendige Dinge bleiben an ihrem Platz, bzw. bekommen einen neuen zugewiesen..

Der Rest wird eiskalt weggebracht, als wären es überflüssige Stofftiere von Arschlöchern.

Der ganze Krempel muss dann mit Behutsamkeit seinem neuen Bestimmungsort zugeführt werden.

So sehen wir hier den WG-Teppich, der als Wand fungierte, und vielen Leuten als Schlafplatzabgrenzung im Gedächtnis geblieben ist...

und die Arbeitsplatte, von der Sophie irgendwann noch Alpträume haben wird.

Wenn man das schnell erledigt, dann bleibt noch Zeit für angenehme Dinge wie beispielsweise eine letzte Kippe auf dem alten Sofa, auch wenn es schon auf dem Haufen für den Sperrmüll vor dem Haus steht...

oder das Tanzen in einer Mülltonne:

Aber leider muss man auch Abschied nehmen in dieser Zeit:

Am Ende landete bei uns fast alles in einem riesigen Anhänger:

Was dort nicht reingepasst hat, haben wir locker in den Bus bekommen...

So sieht also ein optimales Umzugsgefährt ohne Anhänger aus:

Einer (in unserem Fall Sash) hat die Ehre, die allerletzte Nacht in der alten Wohnung zu bleiben und darüber nachzudenken, was man alles vergessen hat, ob der Umzug einen Sinn gibt, und ob es verhältnismäßig ist, seit drei Tagen keine Küche, aber immernoch Internet zu haben...

Dann muss man nur noch die Schlüssel abgeben, ein wenig trauern und ein paar hundert Kilometer weit fahren.

In der neuen Wohnung erwartet einen dann nichts:

Na gut, vielleicht fallen einem dann doch Parallelen zur alten Wohnung auf...

Am Besten ist es, man beginnt spätestens 24 Stunden nach der Ankunft mit dem Ausladen:

Dabei kann man gleich sein neues Revier mit Farbe markieren...

und ein wenig für Chaos in den neuen Zimmern sorgen.

Nach einer Woche sollte man soweit sein, dass man zumindest kochen kann...

auch wenn sich auf dem Fensterbrett noch Überbleibsel der Vormieter finden lassen...

gruselige Überbleibsel...

Aber all das schafft man wieder nur mit harter Arbeit...

Ok, manchmal ist es auch nur die übliche Arbeit:

Dennoch wird es so in Teilbereichen der neuen Wohnung schnell heimelig und wohnlich:

Zumindest sollte es wenigstens nur so verschmandet aussehen, wie das Loch aus dem man hierhergekrochen ist...

Dann kann man sich ins neue Wohnzimmer flacken...

die neue Aussicht geniessen...

nachsehen, ob man Nachbarn findet...

...oder einfach wieder Fotos von Kleister in der Küche machen, wie bereits Jahre davor auch:

OK, mal im Ernst: Wir sind heil angekommen und es war alles ein Riesen-Chaoze. Jetzt muss man mal weitersehen. Es gibt natürlich noch einen Haufen Bilder mehr, aber ob und wann die online gehen... mal sehen!

 


Fährt man rückwärts an den Baum, verkleinert sich der Kofferraum.

(unbekannt)